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Quelle: Sächsische Zeitung Freitag, 30. Oktober 2009
 

600 Tänzer fiebern dem Spektakel entgegen

Herr Juschten, dieses Jahr wird das Dutzend der Lausitzpokale voll gemacht. Sind Sie stolz auf das Erreichte?

Natürlich. Der Lausitzpokal hat sich in der Tanz-Szene etabliert, ist ein Selbstläufer. Es melden sich auch immer mehr Bewerber im Vorfeld bei uns. Wir mussten diesmal wieder unter viel zu vielen Gruppen auswählen. Die weit über 60 Interessenten hätten unseren Rahmen dann doch gesprengt. Für 40 Teams haben wir uns letztendlich entschieden. Damit sind es immer noch einige mehr als in den Vorjahren. Wir beginnen deshalb schon 18Uhr, was auch für die Auftritte der Teens, also unsere jüngsten Tänzer, gut ist. Deren Siegerehrung schließt sich hier auch gleich an den Wettbewerb an.

Nach welchen Kriterien sind die teilnehmenden 40 Tanz-Teams ausgesucht worden?

Als Erstes gehen wir natürlich nach der Regionalität. Es ist gerade für das Kamenzer Publikum wichtig, dass Truppen aus der unmittelbaren Umgebung mittanzen. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder dafür auf der Bühne geworben. Nun sind es mittlerweile sechs lokale Teams, die antreten. Davon allein drei in der Kategorie Teens. Wir haben aber auch Neueinsteiger von weiter her dabei, zum Beispiel aus Leipzig. Und freilich haben die Stamm-Teilnehmer ein gewisses Vorrecht, wenn sie erneut antreten möchten.

Welche Leckerbissen erwarten die Zuschauer am Sonnabend?

Natürlich ein Ansturm an tänzerischem Können. In den Kategorien Teens, HipHop und Showtanz treten die Tänzer an – darunter auch einige WM- und DM-Titelträger. Es wird also wieder hochkarätig. Darüber hinaus wird der Publikumsliebling prämiert. Der Mix mit den guten Amateuren macht den Pokal letztendlich aus. Und im Showteil präsentiert Dörte Freitag dann ihre D.D.P.-Weltmeister . Die Truppe aus Hoyerswerda ist überregional bekannt und wird ein super Spektakel auf der Bühne abliefern.

Apropos Bühne: Wie sieht es mit den technischen Bedingungen aus? Gibt es Neuerungen?

Im Großen und Ganzen bleibt alles beim Alten. Die Regiobushalle hat sich bewährt, in der Halle dahinter ist Platz zum Umziehen, Schminken, Frisieren. Immerhin reisen über 700 Tänzerinnen, Tänzer, Helfer und Betreuer an. Da gibt es einiges zu Koordinieren. Etwa 20 Mitarbeiter sind im Einsatz. Wir arbeiten auch seit Jahren mit unserer großen Bühne – es darf also wieder auf 80 Quadratmetern getanzt werden. Dazu werden große Videoleinwände angebracht, damit auch der Letzte in der letzte Reihe alles sehen kann. Die heiße Phase zum Aufbau beginnt heute. Auch die gastronomische Versorgung muss organisiert werden, die Deko stehen und die Technik aufgebaut werden.

Wie setzt sich die Jury eigentlich 2009 zusammen?

Hier sind wir hochkarätig besetzt. Unter anderem mit Lu Ren aus Südkorea, die die Broadway Dance School Dresden betreibt oder Birgit Ziesche aus Bautzen, die im Broadway-Dance-Center in New York tanzte. Auch Michael Apel ist dabei; er tanzte im Friedrichstadtpalast und war Chefchoreograf an der Staatsoperette Dresden. Erstmals sitzt der Leiter des Kulturbetriebes, Harald Reinhard, mit in der Jury.

Das Gespräch führte Ina Förster.
 

 

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