600 Tänzer
fiebern dem
Spektakel
entgegen
Herr Juschten, dieses Jahr
wird das Dutzend der
Lausitzpokale voll gemacht.
Sind Sie stolz auf das
Erreichte?
Natürlich. Der Lausitzpokal
hat sich in der Tanz-Szene
etabliert, ist ein
Selbstläufer. Es melden sich
auch immer mehr Bewerber im
Vorfeld bei uns. Wir mussten
diesmal wieder unter viel zu
vielen Gruppen auswählen.
Die weit über 60
Interessenten hätten unseren
Rahmen dann doch gesprengt.
Für 40 Teams haben wir uns
letztendlich entschieden.
Damit sind es immer noch
einige mehr als in den
Vorjahren. Wir beginnen
deshalb schon 18Uhr, was
auch für die Auftritte der
Teens, also unsere jüngsten
Tänzer, gut ist. Deren
Siegerehrung schließt sich
hier auch gleich an den
Wettbewerb an.
Nach welchen Kriterien sind
die teilnehmenden 40
Tanz-Teams ausgesucht
worden?
Als Erstes gehen wir
natürlich nach der
Regionalität. Es ist gerade
für das Kamenzer Publikum
wichtig, dass Truppen aus
der unmittelbaren Umgebung
mittanzen. Ich habe in den
letzten Jahren immer wieder
dafür auf der Bühne
geworben. Nun sind es
mittlerweile sechs lokale
Teams, die antreten. Davon
allein drei in der Kategorie
Teens. Wir haben aber auch
Neueinsteiger von weiter her
dabei, zum Beispiel aus
Leipzig. Und freilich haben
die Stamm-Teilnehmer ein
gewisses Vorrecht, wenn sie
erneut antreten möchten.
Welche Leckerbissen erwarten
die Zuschauer am Sonnabend?
Natürlich ein Ansturm an
tänzerischem Können. In den
Kategorien Teens, HipHop und
Showtanz treten die Tänzer
an – darunter auch einige
WM- und DM-Titelträger. Es
wird also wieder
hochkarätig. Darüber hinaus
wird der Publikumsliebling
prämiert. Der Mix mit den
guten Amateuren macht den
Pokal letztendlich aus. Und
im Showteil präsentiert
Dörte Freitag dann ihre
D.D.P.-Weltmeister . Die
Truppe aus Hoyerswerda ist
überregional bekannt und
wird ein super Spektakel auf
der Bühne abliefern.
Apropos Bühne: Wie sieht es
mit den technischen
Bedingungen aus? Gibt es
Neuerungen?
Im Großen und Ganzen bleibt
alles beim Alten. Die
Regiobushalle hat sich
bewährt, in der Halle
dahinter ist Platz zum
Umziehen, Schminken,
Frisieren. Immerhin reisen
über 700 Tänzerinnen,
Tänzer, Helfer und Betreuer
an. Da gibt es einiges zu
Koordinieren. Etwa 20
Mitarbeiter sind im Einsatz.
Wir arbeiten auch seit
Jahren mit unserer großen
Bühne – es darf also wieder
auf 80 Quadratmetern getanzt
werden. Dazu werden große
Videoleinwände angebracht,
damit auch der Letzte in der
letzte Reihe alles sehen
kann. Die heiße Phase zum
Aufbau beginnt heute. Auch
die gastronomische
Versorgung muss organisiert
werden, die Deko stehen und
die Technik aufgebaut
werden.
Wie setzt sich die Jury
eigentlich 2009 zusammen?
Hier sind wir hochkarätig
besetzt. Unter anderem mit
Lu Ren aus Südkorea, die die
Broadway Dance School
Dresden betreibt oder Birgit
Ziesche aus Bautzen, die im
Broadway-Dance-Center in New
York tanzte. Auch Michael
Apel ist dabei; er tanzte im
Friedrichstadtpalast und war
Chefchoreograf an der
Staatsoperette Dresden.
Erstmals sitzt der Leiter
des Kulturbetriebes, Harald
Reinhard, mit in der Jury.
Das Gespräch führte Ina
Förster.

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