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Außenseiter holen
Tanz-Pokal
Von Bernd Goldammer
Showtanz. Einer der größten
ostdeutschen Tanzwettbewerbe
zog am Sonnabend die
Besucher in die
Regiobushallen nach Kamenz.
In Kamenz findet das größte
Tanzfestival in der Lausitz
statt“, meint Maik Derichs
vom Tanzclub Weißwasser.
Hinter den Kulissen des 9.
Lausitzpokals im Showtanz
ging es am Sonnabend heiß
her. Derichs hatte keine
Zeit, er war bei seinen
Mädchen, der „Dance-Attak“
aus Weißwasser. Vor dem
Auftritt wurde manche
besonders schwierige Figur
noch mal trainiert, anderswo
beruhigte er eine Tänzerin,
wenige Sekunden vor dem
Auftritt. Doch eines sagte
er: „Was die Veranstalter
hier leisten ist
unglaublich, so viele Leute
in der Halle, so viele Leute
hinter den Kulissen, und
alles läuft wie am
Schnürchen. Und überhaupt:
die Bedingungen sind
klasse.“
Begeisterung in der
Finalnacht
Sechzehn Show-Tanz-Gruppen
aus fünf Bundesländern waren
erneut in die Lessingstadt
gekommen. Sie hatten die
Hürden des Vorausscheides am
16. September im Hotel Stadt
Dresden genommen und sich
damit für diese Nacht des
Showtanz -Finales um den
Lausitzpokal in der
Regio-Bushalle qualifiziert.
Bereits bei den Teens, war
die riesige Begeisterung zu
spüren, die für den gesamten
Abend charakteristisch
werden sollte. Die Jury
hatte allerdings
Schwerstarbeit zu
verrichten. „Maßstäbe sind
Kostüme, die Schritt- und
Bewegungsvielfalt
Originalität und Darstellung
der jeweiligen
Tanzdisziplin, Choreografie
und auch die Frage ob alle
choreografischen Bilder auch
sauber ausgeführt wurden“,
erzählt ADTV- Tanzlehrer
Matthias Kläßig im
SZ-Gespräch. Die
Veranstalter hatten auf
Kompetenz und Erfahrung
gesetzt. Choreografin Manja
Lätzsch, eine ehemalige
Palucca Schülerin, die als
Inhaberin einer renommierten
Leipziger Dance Company viel
erreicht hat, Julia Klassen
Fachlehrerin für Tanz oder
Lisa Knoche die bereits
einige Fernsehproduktionen
absolviert hatte: mit ihnen
kamen am Jurytisch hohes
Fachwissen und viele
Sichtweisen zusammen. „Bei
der Vielzahl der Teilnehmer
und der hier vorhandenen
Leistungsdichte bin ich
froh, nicht mehr in der Jury
zu sein“, verdeutlichte Ines
Brandt aus Kamenz. Sie hatte
in den Anfangsjahren ab 1998
selbst gewertet. Heute
schaut sie gern zu und freut
sich über die Entwicklung,
die der Wettstreit genommen
hat. Immer wieder braust
Beifall auf. Das Kamenzer
Publikum zeigt sich
sachkundig und anerkennend.
Und natürlich waren auch
viele Fans angereist, die
sich lautstark meldeten.
Riesenstimmung, welche die
Mädchen und Jungen der
Teens-Startgruppen anfeuert
und Beistand gibt. Aber
geschenkt bekam niemand
etwas.
Bei den Teens siegten die
„Moskitos“ aus Senftenberg.
Die wurden später sogar noch
zum Publikumsliebling
gekürt. Sie schafften 166,33
Wertungspunkte vor den „New
Dancer“ aus Hoyerswerda mit
156 Punkten. „Gangs of
Rock’n’Roll“ aus Dresden
erreichte mit 140 Punkten
Platz drei, vor dem mit
135,33 Punkten bedachten
Kindertanzensemble
Königsbrück. In der
Kategorie Hip-Hop fiel die
Punktwertung viel knapper
aus. Dort gewann „Respect“
aus Potsdam mit 148 Punkten
vor „Delicious“ aus Berlin
mit 145,33 Zählern. Platz
drei belegten die PDM-Pussys
aus Potsdam mit 144 Punkten.
„Auch im Showtanz war die
Bandbreite der Darbietungen
gigantisch“, fasste
Tanzlehrer und Jurychef
Matthias Kläßig seine
Eindrücke zusammen. Auch das
Publikum hatte es nicht
leicht: Filigran
ausgearbeitete
Choreografien,
ausdrucksvolle Tanzshows,
ideenreich zusammengestellte
Kostüme, und wundervolle
Schminkungen: alles
atemberaubend schön.
Silke Ohrnberger aus
Weixdorf wirkte zu diesem
Zeitpunkt sehr gelassen.
„Meine Mädchen sind beim
Vorausscheid als
Publikumslieblinge gerade
noch so weiter gekommen,
wenn wir bei diesem
Starterfeld nicht gerade
Letzter werden, bin ich
schon froh“, sagte die
Leiterin der legendären
Weixdorfer Funkengarde, die
zu diesem Zeitpunkt nichts
von den Wertungen, die in
den Computern zusammenliefen
ahnte. Als Dance Attak aus
Weißwasser für den dritten
Platz aufgerufen wurde
begannen ihre Augen zu
leuchten. Wenig später rief
Lars Juschten die Row
Diamonds und ihre Blau
Weißen Funken aus Weixdorf
auf die Bühne, Silke
Ohrnbergers Arme gingen in
die Luft. Platz zwei?
Schließlich gab der
Moderator die Sieger des
Abends bekannt: Den Titel
holten die Blau-Weißen
Funken. Kein Wunder, dass
die Weixdorferin da nicht
mehr zu halten war. Jede
dieser herrlichen Sekunden
gehörte ihren Mädchen und
ihr im Siegertaumel auf der
Bühne. Auf ein Wort


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