Ross und die Jazzys sind Publikumslieblinge
Von Kerstin Unterstein
Was
waren
die
Höhepunkte
dieser
langen
Tanznacht
zum
11.
Lausitzpokal
am
Sonnabend?
Darauf
eine
allgemeingültige
Antwort
zu
finden,
ist
ganz
sicher
ein
Kunststück,
denn
die
Erwartungen
und
Geschmäcker
sind
immer
sehr
verschieden.
Wenn
der
Beifall
des
begeisterten
Publikums
in
der
Regiobus-Messehalle
ein
sinnvoller
Maßstab
sein
kann,
dann
gab
es
zwei
Stars
des
Abends:
Zum
einen
gehörten
die
Sympathien
dem
Ex-Bro’Sis-Sänger,
Musicalstar
und
Dschungelkönig
Ross
Antony,
der
als
Moderator
neben
Lars
Juschten
überzeugen
konnte.
Der
Lautstärkepegel
schien
ganz
oben
angekommen
zu
sein,
als
sich
beide
auf
einen
Deal
einließen:
Ross
Antony
musste
singen
und
Lars
Juschten
tanzen.
Zu „Tragedy“
von
den
Bee
Gees
wurde
auf
der
Bühne
gerockt
und
geschmettert.Von Kerstin Unterstein
Der zweite Liebling des Abends wurde auch als dieser gekürt – den meisten Beifall von ihren vielen Fans erhielten die „Jazzy M’s“ aus Görlitz – Ausgabe xS. Dabei handelte es sich nicht um die Größenangabe ihrer Kostüme, sondern um die Kennzeichnung, dass aus der Neißestadt in diesem Jahr der Nachwuchs in der Kategorie Showtanz am Start war. Die „erwachsenen“ Jazzy M’s heizten die Halle richtig an und sorgten so für die optimale Anzahl an Kreuzchen für den Publikumsliebling. Beachtlich zudem, dass der Görlitzer Nachwuchs auch in der Jurygunst auf den zweiten Platz kam, nur ganz knapp hinter der Gruppe „Dance Attack“ aus Weißwasser, die ihren Showtanz-Pokalgewinn verteidigen konnten.
Den Start des Abends bildeten acht Nachwuchstanzgruppen bei den Teens. Die Mädchen von „Erdbeermarmelade“ aus Schönteichen bekamen viel Zuspruch von ihren treuen Fans und ein großes Lob für ihre wunderschönen und aufwändig gestalteten Katzenkostüme, die ihren Tanz zu den Melodien aus „Cats“ zu einem wunderbaren Erlebnis machten. Allerdings reichte es für eine Platzierung ganz vorn (noch) nicht. Eine tolle Vorstellung boten auch die Mädchen von der Showtanzgruppe Königsbrück zu Titeln aus Film und Fernsehen. Doch sie hatten mit der Entscheidung ganz vorn nichts zu tun. Der Sieg ging an die „Sweet Hoppers“ aus Weißwasser. Die „Junior Rokkaz“ aus Potsdam und die „Weixdorfer Dancelinge“ jubelten über die Pokale für die nächsten Plätze.
Knappe Entscheidung
Es folgten zwölf Teams bei den Hip Hopern. Mit „Replay“ vom 1. Tanzclub der Lessingstadt und „New Combination“ aus dem Projekt Kamenz can dance hatten gleich zwei Gruppen in Kamenz Heimvorteil. Außerdem war der auch in der Region bekannte Tanzcoach Mario Steinmetz selbst mit seinen „Free Breaks“ am Start. Knapp mussten sich die Tänzer aus Cottbus dem Sieger „Leftfoot Rokkaz“ beugen, die ihre Probe mit schaurigen Kulissen und Kostümen auf einen Friedhof verlegt hatten.
In der Königskategorie, dem Showtanz, gab es dann auch entsprechend farbenfrohe Kostüme und Kulissen zu sehen. Die letzten drei Gruppen machten die Platzierungen auf dem Treppchen unter sich aus. Bollywood aus Weixdorf kämpfte dabei gegen moderne Rhythmen aus Görlitz und Weißwasser. Am Ende, so Juror Oliver Zschörner, habe ein Punkt zu Gunsten von „Dance Attack“ aus Weißwasser entschieden, die damit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigten. Dem Tanzwettbewerb in Kamenz wird die Brisanz nicht abhanden kommen, auch wenn mehr als sechs Stunden Veranstaltung eine ziemliche Herausforderung sind.

