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Quelle: Sächsische Zeitung Montag, 12. März 2007
 
Umjubelte Schlagerstars in lockerer Atmosphäre
Von Jost Schmidtchen

Der deutsche Schlager erobert Kamenz. Das zeigte sich erneut am Sonnabend bei der großen Schlagernacht in den ausverkauften Messehallen Regiobus. Schon lange bevor das Konzert begann, wurde zu Discomusik getanzt und das ausgelassene Fest ging bis in die Morgenstunden. Die Faszination des deutschen Schlagers ist groß und das Publikum, 2000 Besucher waren gekommen, reichte von der Jugend bis zum Rentner. Kein Wunder bei dem Staraufgebot.

Andrea Jürgens wird zwar erst 40, steht aber schon seit 30 Jahren auf der Bühne. „Endlich einmal wieder in Kamenz“, freute sich die Sängerin. Ganz klar, konnte Andrea Jürgens doch an gleicher Stelle bereits vor zwei Jahren als Stargast zur Messe begrüßt werden.

Wunderkerzen und Blumen Für ihren Auftritt am Sonnabend hatte sie unter ihren alten und neuen Titeln vor allem flotte Hits ausgewählt und ließen die Wogen der Begeisterung hochsteigen. Nur einmal wurde es etwas besinnlich, als Andrea Jürgens das Publikum mit dem Lied „Eleni hieß das Mädchen“ nach Griechenland entführte. Da wurden Wunderkerzen entzündet und Blumen überreicht. „Hier ist ja was los“, meinte die Sängerin und versprach nach einer Zugabe „Ich komme wieder!“
Der nächste Stargast, Oliver Frank, brachte die Messehalle vollends zum Beben. „Italienische Sehnsucht“ heißt sein Superhit und ist sein seit 1996 meist gespielter Titel. Der erklang gleich mehrfach und in verschiedenen Versionen. Aus seiner neuen CD „Küsse und mehr“ präsentierte er „Tausend Feuer brennen“. Die Zugaberufe der Besucher nahmen kein Ende und der Sänger fragte lachend: „Ihr wollt mich wohl fertig machen?“. Wollte das Publikum nicht, aber mindestens noch ein letztes Lied von ihm hören. Da musste Claudia Jung sogar etwas warten.

Zuerst ein wenig sentimental. Auch ihr schlugen die Wellen der Begeisterung entgegen. Sie war zum ersten Mal in Kamenz und zeigte sich nicht nur von der schönen Stadt mit ihrer Umgebung angetan: „So viel Leute, das haut mich um“, so ihr Kommentar. Die charmante Sängerin brachte mit einigen besinnlichen Liedern zunächst ein wenig Sentimentalität unter das Publikum. Doch dann ging auch bei ihr „die Post ab“, mit Songs, die in den 22 Jahren ihrer Karriere zu Meilensteinen wurden: „Stumme Signale“, die im Medley alles andere als stumm waren. „Die Atmosphäre hier ist affengeil, das Publikum super. Nach Kamenz komme ich wieder. Das ist versprochen!“, sagte Jung der SZ.
Bernhard Brink setzte schließlich den glanzvollen Schlusspunkt. Der Entertainer kramte zwischen seinen Liedern in der politischen Kiste Bayerns und amüsierte das Publikum mit Stoiber-Zitaten, musikalisch jedoch hieß es bei ihm „Ich setze auf Sieg“. Der Berliner setzt schon 33 Jahre auf Sieg und seine Hits sind nach wie vor populär.
Das Kamenzer Publikum wollte nach dem Auftritt der Künstler vor allem eins: tanzen bis in den Morgen. Die Stimmung war riesengroß und von der Disco erklangen noch viele deutsche Schlager.

 

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