Frauen feiern ihren
besonderen Tag
Von Kerstin Unterstein
Die Veranstaltungen im Hotel
„Stadt Dresden“ und im
Schützenhaus wurden von mehr
als 800 Frauen zwischen 15
und 80 Jahren besucht.
Vor einigen Jahren hatte es
den Anschein, dass der
Muttertag am zweiten Sonntag
im Mai dem Frauentag am 8.
März den Rang ablaufen
wolle. Aber dieses Bild hat
sich jetzt wieder gewandelt.
Beweis dafür sind landauf,
landab die beinahe
unzähligen Veranstaltungen
zum Internationalen
Frauentag, der günstige
Termin an einem Sonnabend
tat sein Übriges.
Verschiedene Zielgruppen
Die beiden größten
Frauentagsveranstaltungen im
Landkreis Kamenz fanden wohl
in Pulsnitz und Kamenz
statt, allerdings unter ganz
verschiedenen Vorzeichen,
vor allem was die Zielgruppe
betraf. Im Schützenhaus der
Pfefferkuchenstadt hieß es
zum dritten Mal „Rosen für
die Frauen“, im Hotel Stadt
Dresden in der Lessingstadt
wurde zum wiederholten Mal
eine Lady’s Night gefeiert.
Während die Pulsnitzer
Veranstaltung für die etwas
reifere Generation
erbauliche
Nachmittagsunterhaltung bot,
wurde in Kamenz bis in die
frühen Morgenstunden hinein
lautstark Party gemacht. Was
beide Veranstalter rund um
Gerd Busch und Lars Juschten
einte: Mit jeweils mehr als
400 Gästen waren sie mit der
Resonanz sehr zufrieden.
Neben Frauen aus Pulsnitz
und Umgebung – auch
Ehemänner wurden in geringer
Zahl gesichtet – waren auch
mehrere Reisebusse zum
Schützenhaus gekommen, deren
Insassen zusätzlich zur
Kultur auch Speis und Trank
im Paket mitgebucht hatten.
Doch auch dafür wurde im
Schützenhaus sehr gut
gesorgt, so dass sich nicht
nur eine Seniorinnengruppe
aus der Nähe von Cottbus gut
betreut fühlte: „Das war ein
sehr schöner Nachmittag.“
Autogramme zur Erinnerung
Das bunte
Unterhaltungsprogramm
bestritten als Moderatorin
und Sängerin Gerda Gabriel,
die Musical-Humoristen
Hanpets mit vielen lustigen
Einlagen, der flotte Oper
Tino, der vom Einrad aus im
gesamten Saal Bier
servierte, und Schlagerstar
Guido Hoffmann. Bekannt sind
wohl vor allem seine irisch
angehauchten Lieder wie „Die
Legende von Culloden Moor“
oder „Song of Eilean“, die
er mit viel Gefühl auf der
Pulsnitzer Bühne
präsentierte und dafür
großen Beifall bekam. Zum
Abschluss nach gut 150
Minuten wurden sogar noch
Autogramme der Stars und
Sternchen geschrieben, so
dass die Erinnerung an
diesen besonderen Frauentag
bleiben wird.
Ganz anders hingegen das
Konzept in Kamenz: Am Abend
begann eine Frauentagsparty,
die sich mit einer Vorher/Nachher-Show
mit Styling-Veränderungen
bei zwei Kandidaten, einer
Modenschau von zwei Kamenzer
Firmen, Männerballett des
KKC oder sogar mit einer
Man-Strip-Einlage an den
Mainstream-Interessen der
modernen Frau von heute
orientierte.

|