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Quelle: Sächsische Zeitung Montag, 10. März 2008
 
Frauen feiern ihren besonderen Tag
Von Kerstin Unterstein

Die Veranstaltungen im Hotel „Stadt Dresden“ und im Schützenhaus wurden von mehr als 800 Frauen zwischen 15 und 80 Jahren besucht.
Vor einigen Jahren hatte es den Anschein, dass der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai dem Frauentag am 8. März den Rang ablaufen wolle. Aber dieses Bild hat sich jetzt wieder gewandelt. Beweis dafür sind landauf, landab die beinahe unzähligen Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag, der günstige Termin an einem Sonnabend tat sein Übriges.

Verschiedene Zielgruppen

Die beiden größten Frauentagsveranstaltungen im Landkreis Kamenz fanden wohl in Pulsnitz und Kamenz statt, allerdings unter ganz verschiedenen Vorzeichen, vor allem was die Zielgruppe betraf. Im Schützenhaus der Pfefferkuchenstadt hieß es zum dritten Mal „Rosen für die Frauen“, im Hotel Stadt Dresden in der Lessingstadt wurde zum wiederholten Mal eine Lady’s Night gefeiert. Während die Pulsnitzer Veranstaltung für die etwas reifere Generation erbauliche Nachmittagsunterhaltung bot, wurde in Kamenz bis in die frühen Morgenstunden hinein lautstark Party gemacht. Was beide Veranstalter rund um Gerd Busch und Lars Juschten einte: Mit jeweils mehr als 400 Gästen waren sie mit der Resonanz sehr zufrieden.

Neben Frauen aus Pulsnitz und Umgebung – auch Ehemänner wurden in geringer Zahl gesichtet – waren auch mehrere Reisebusse zum Schützenhaus gekommen, deren Insassen zusätzlich zur Kultur auch Speis und Trank im Paket mitgebucht hatten. Doch auch dafür wurde im Schützenhaus sehr gut gesorgt, so dass sich nicht nur eine Seniorinnengruppe aus der Nähe von Cottbus gut betreut fühlte: „Das war ein sehr schöner Nachmittag.“

Autogramme zur Erinnerung

Das bunte Unterhaltungsprogramm bestritten als Moderatorin und Sängerin Gerda Gabriel, die Musical-Humoristen Hanpets mit vielen lustigen Einlagen, der flotte Oper Tino, der vom Einrad aus im gesamten Saal Bier servierte, und Schlagerstar Guido Hoffmann. Bekannt sind wohl vor allem seine irisch angehauchten Lieder wie „Die Legende von Culloden Moor“ oder „Song of Eilean“, die er mit viel Gefühl auf der Pulsnitzer Bühne präsentierte und dafür großen Beifall bekam. Zum Abschluss nach gut 150 Minuten wurden sogar noch Autogramme der Stars und Sternchen geschrieben, so dass die Erinnerung an diesen besonderen Frauentag bleiben wird.

Ganz anders hingegen das Konzept in Kamenz: Am Abend begann eine Frauentagsparty, die sich mit einer Vorher/Nachher-Show mit Styling-Veränderungen bei zwei Kandidaten, einer Modenschau von zwei Kamenzer Firmen, Männerballett des KKC oder sogar mit einer Man-Strip-Einlage an den Mainstream-Interessen der modernen Frau von heute orientierte.

 

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