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Zum Sand-Strand direkt
vor die Haustür
Von Carolin Barth
Das ist Urlaub: Faul in der
Sonnenliege abhängen und
alle Viere grade sein
lassen. Zur Abkühlung bei
hitzigen Temperaturen geht’s
ab und zu mal in den Pool.
Dazwischen werden leckere
Cocktails mit Schirmchen am
Glasrand geschlürft. Coole
Klänge schallen aus den
Musikboxen und Fackeln
lodern für einen Hauch
Romantik. Ein perfekter Tag!
Und das Beste: Koffer packen
ist nicht nötig. Der Urlaub
liegt nämlich mitten vor der
Haustür. Jedenfalls am
kommenden Sonnabend. Dann
lockt bereits zum sechsten
Mal die Beachparty auf das
Gelände des alten Stadtbads
in Kamenz. „Mitzubringen ist
nur gute Laune“, sagt eine
der Organisatoren Sylvia
Stephan vom Wäschegeschäft
Hautnah.
Mehr Gäste als gedacht
Ein Team junger Leute
zwischen 25 und 30
organisierte 2002 die erste
Sommersause am alten
Stadtbad. Die Location gab
der Party, die nun zur guten
Tradition avancierte, ihren
Namen. „So eine
Open-Air-Party gab es bis
dahin einfach noch nicht,
deshalb nahmen wir die Sache
in Angriff. Dabei hatte
niemand von uns Erfahrung
mit dem Organisieren einer
solchen Veranstaltung.“ Lars
Juschten im Team hat sich
inzwischen als Partymacher
fest etabliert. „Zur ersten
Beachparty hatten wir so
zwischen 400 und 500 Leute
erwartet, aber es kamen gut
1000“, erzählt Sylvia
Stephan. Ein Bierwagen
musste damals genügen. Doch
echten, feinkörnigen
Strandsand, wie er heute da
liegt, gab es damals noch
nicht.
Drei Monate wird geplant
Doch mit geringem Aufwand
ist es heute nicht mehr
getan. Seit gut drei Monaten
sind Lars Juschten, Sylvia
Stephan und Thomas Träber
mit der Planung beschäftigt.
Die Dimensionen sind heute
andere. Da wird nicht
gekleckert, da wird
geklotzt: Bis gestern wurden
drei LKW-Ladungen Sand auf
das Gelände gekippt. „Da
konnten wir gleich den Sand
nutzen, der beim
Beachvolleyballturnier auf
dem Marktplatz lag.“ Er wird
auch für zwei
Beachvolleyballfelder
genutzt, die zur Party jedem
offen stehen. Flutlicht
sorgt dafür, dass die Bälle
gezielt auf die andere Seite
gepritscht werden können.
Zum ersten Mal seit Bestehen
steigt die Party an einem
Sonnabend. „Sonst war sie
immer am Freitag vorm
Forstfest, weil am Sonnabend
in Gelenau die Musiktage
stattfinden.“
Vielleicht zieht der
Sonnabend noch ein paar
Gäste mehr an. Im vergangen
Jahr kamen schon 2000, doch
das lässt sich bestimmt noch
toppen. „Wir haben eine 30
Meter lange Bar“, sagt
Sylvia Stephan. Es gibt
verschiedene Cocktails mit
oder ohne Prozenten,
alkoholfreie Getränke und
ein kühles Blondes aus der
Flasche. Dazu schmecken
Nudeln, Bratwürste und noch
vieles mehr. Der kleine Pool
wird zur Abkühlung bestimmt
ein beliebtes Plätzchen
sein: Denn die zwei DJs Bob
und Paradise heizen den
Tanzwütigen von einem großen
Truck aus mit ihrem Musikmix
aus Techno und House sowie
mit Klassikern der 80er bis
heute ein. Über ihnen
schwebt ein beleuchteter
Heißluftballon, ein echter
Hingucker. Lars Juschten
kümmert sich um die gesamte
Technik, Thomas Träbers Job
ist die Werbung und die Deko.
Sylvia Stephan kümmert sich
darum, dass es genügend
Getränkestände, Tische und
Stühle gibt.
Über die Stadtgrenze bekannt
Falls wider erwartend ein
paar Regentropfen aus dem
Nachthimmel fallen, können
sich Besucher in eines der
zwei Zelte verdrücken oder
unterm großen Sonnenschirm
das Trockene suchen. Auch
die Tanzfläche ist
überdacht. „Wir haben eine
Genehmigung, bis vier Uhr.
Deshalb haben die Anwohner
wie immer freien Eintritt.“
Mitfeiern macht schließlich
mehr Spaß, als zu meckern.
Im Laufe der Jahre hat sich
die Beachparty
herumgesprochen. „Unsere
Besucher kommen aus Löbau,
Bautzen, Hoyerswerda und
Dresden“, sagt Sylvia
Stephan. Ihre Anreise ist
ein Stück weiter, aber
immerhin geht sie viel
schneller als bis nach
Spanien.
Die Party steigt ab 22 Uhr
im alten Stadtbad. Einlass
bekommt jeder, der über 18
Jahre alt ist. Bis gegen
vier Uhr in den
Morgenstunden darf zur Musik
getanzt werden. Der
Eintrittspreis stand gestern
noch nicht fest, aber wird
moderat sein, versprechen
die Veranstalter. Ticktes
gibt es ausschließlich an
der Abendkasse.
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